Technik
Auflösungen
Auflösung bezieht sich auf die Anzahl der Pixel in einer horizontalen Reihe und vertikalen Spalte eines Bildes. Dies bedeutet eine Auflösung von 1280x1024 besteht aus der horizontalen Reihe von 1280 Pixel und der vertikalen Spalte von 1024 Zeilen. Die Auflösung des gesamten Bildes ist also rund 1,3 Megapixel. Je höher die Auflösung, desto mehr Informationen können dargestellt werden. Bei aktuellen Kameramodellen kann die Auflösungbis zu 5 Megapixel (2560 x 1920 Pixel) betragen.

Objektive
Das Objektiv beeinflusst ausschlaggebend das Bild der Kamera. Hier sollte im Vorfeld genau festgelegt werden, welche Anforderungen an das Kamerabild hinsichtlich Brennweite, Zoomfaktor und Blende gestellt werden. Weiterhin bestimmt das Einsatzszenario auch die Einstellungen der Tiefenschärfe (Iris). Außenkameras sollten in der Regel mit einer Auto-Iris ausgestattet sein.

Power over Ethernet (kurz PoE)
PoE ist ein Standard (IEEE 802.3af) für die Stromversorgung von Geräten über das Netzwerkkabel. Die maximale Leistungsaufnahme beträgt 15,4 Watt, eingeteilt in 4 Klassen. Die maximale Kabellänge liegt wie bei der normalen Netzwerkübertragung bei 100 Meter. Für die Einspeisung werden entweder spezielle Switche oder Einzelinjektoren verwendet. An den Switchen liegt nur Spannung an, wenn ein PoE-Endgerät angeschlossen ist. PoE spart Kosten durch eine schnellere Installation und weniger Kabelmaterial
Sensoren
Bei den Sensoren unterscheidet man zwischen CCD und CMOS-Sensoren. Die CCD-Technologie wird in den meisten Video-Anwendungen verwendet und ist seit mehr als 20 Jahren im Einsatz. Als Nachteil sind hier die teuren Produktionsprozesse und die fehlende Integration von zusätzlichen Techniken zur Bildverarbeitung anzuführen. CMOS ist die am häufigsten verwendete Technologie für die Chipproduktion, dadurch sind auch die Herstellungskosten wesentlich geringer als bei CCD. Zusätzliche Bildbearbeitungsprozesse (z.B. Digitalisierung) können integriert werden. Wide Dynamic Range CMOS ermöglicht durch die Zusammenführung von Bildern mit unterschiedlichen Belichtungszeiten auch Dinge mit extremen Helligkeitsunterschieden in einem Bild darzustellen.
Kompression
Bei der Kompression wird zwischen MJPEG, MPEG 4 und h.264 unterschieden. MJPEG eignet sich aufgrund seiner hohen Qualität und dem daraus resultierenden hohen Speicherbedarf eher für ereignisgesteuerte Aufnahmen in höchster Qualität. Wesentlich geringere Speicheransprüche stellt die Kompression MPEG4, allerdings wird hier, da nur Bildveränderungen übertragen werden, eine höhere Rechenlast in der Kamera verursacht. MPEG4 eignet sich sehr gut für unterschiedliche Szenen mit viel Bewegung, aber auch für eine Übertragung via Internet oder Handy. Aufgrund eines besseren Algorithmus ist bei h.264 die Bildqualität noch besser als bei MJPEG. Den kleinsten Bandbreiten- und Festplattenbedarf kompensieren aber sehr hohe Anforderungen an die Recheneinheit in Bezug auf Kodieren und Dekodieren.

Streaming Protokolle
Streaming beschreibt die Übertragung des Datemstroms (Video, Audio etc.). Hier gibt es die Möglichkeiten des Dual Stream (zwei unabhängige Streams, jeweils für mehrere Benutzer), des Multi-Streams (mehrere unabhängige Streams, jeweils für mehrere Benutzer), des Dual Codecs (zwei Codecs (MPEG4/MJPEG) und RTSP (Real Time Streaming Protokoll – vereinheitliches Streaming - Server Protokoll. Als Beobachtungsmöglichkeiten stehen Internet-Explorer mit ActiveX, Firefox mit MJPEG und Quicktime-Modul, diverse Mediaplayer, Mobiltelefone, Software und Netzwerk Video Recorder zur Verfügung.
PTZ = PAN/TILT/Zoom
PTZ-Kameras können nicht nur starr auf eine Position gerichtet werden, sondern durch Schwenken (englisch Pan), Neigen (englisch Tilt) und Zoomen aus der Ferne gesteuert werden. Durch automatisierte Kamerafahrten können auch größere Bereiche problemlos überwacht werden.
IR LED/IR Cut Filter
Hochwertige Kameras, die für den Einsatz bei Tag und Nacht ausgelegt sind, besitzen eine elektromechanische Umschaltung vom Tag- auf den lichtempfindlichen S/W-Modus. Dabei wird ab einer gewissen Lichtstärke der IR-Sperrfilter, der tagsüber vor dem Bildaufnehmer liegt, elektromechanisch „weggeschwenkt“. Somit ist der Weg frei für Infrarot-Licht, das für gute Nachtaufnahmen gebraucht wird. Dieser schwenkbare IR Filter garantiert, dass am Tage das IR-Licht die Bildqualität, insbesondere die Farbtreue nicht negativ beeinflusst. Nachts wird jedoch das IR-Licht gebraucht, um möglichst gute Aufnahmen zu erhalten. Eine Infrarot-LED, kurz IR-LED, ist eine spezielle Leuchtdiode, die Licht mit einer Wellenlänge von 800 bis 1000nm aussendet. Dieser Bereich des Lichtspektrums ist für das menschliche Auge nicht sichtbar.
Motion Detection
Motion Detection oder zu Deutsch „Bewegungserkennung“ erkennt kleinste Bewegungen im vordefinierten Bildbereich und startet automatisch entweder eine Aufzeichnung oder die Alarmierung. Die Bildbereiche, die überwacht werden sollen, können individuell festgelegt werden. Motion Detection unterscheidet ebenfalls zwischen der Bewegung von festen Bildbestandteilen (z.B. Bäumen) und der Bewegung von beweglichen Bildteilen (z.B. Autos oder Personen)
Tamper Detection
Tamper Detection erkennt automatisch Verfälschungen am Kamerabild wie Abdecken oder Besprühen des Objektivs, Verändern der Bildschärfe und manuelles Verdrehen der Kameraposition. Anschließend können nach festgelegten Vorgaben Alarmierungen durchgeführt werden.
Private Masken
Mit privaten Masken können gemäß den Datenschutzvorschriften bestimmte Bereiche eines Kamerabildes ausgeblendet werden





